Von der "Ilschede" bis zum "Spulberg"

06.09.2025 14:00–17:00 Uhr Treffpunkt: Arnsberg Holzen, Ecke Bremkestr. / Am Walde

Der Oelinghauser Klosterwald im Wandel der Jahrhunderte 

Exkursion des Freundeskreises Oelinghausen (Bernhard Padberg) im Rahmen des Klosterjubiläums

Zum Wirtschaftsbetrieb des Klosters Oelinghausen gehörten nicht nur die unmittelbare Klosterwirtschaft auf dem Gutshof mit Ackerbau und Viehzucht, sondern auch die zahlreichen gewerblich Betriebsstätten mit Handwerksbetrieben, Kalköfen und Eisenhütte.

Von großer Bedeutung war auch der Klosterwald, aus dem nicht nur das Brennholz für das Heizen im Winter gewonnen wurde, sondern der auch anderweitig intensiv genutzt wurde.

Nach der Klosteraufhebung fiel der über 3000 Morgen große Klosterwald dem Großherzog von Hessen-Darmstadt zu, der den Wald in landesherrliches Eigentum überführte. So ließ sich nach 1804 auch bald ein Hessischer Oberförster in den ehemaligen Klostergebäuden nieder, der 1816 von einer preußischen Forstverwaltung abgelöst wurde. Später wurden die ehemaligen Klosterwaldungen in den Staatsforst eingegliedert.

Die Entstehung des Klosterwaldes, die unterschiedlichen Nutzungen und die große Bedeutung für die Oelinghauser Klosterschwestern sind Inhalt einer ca. 6 km langen Exkursion vom ehemaligen Oelinghauser Jagdschnadestein an der Holzener Feld-Wald-Grenze zum Brüggenstück, einem alten Forstbezirk im Lüerwald.

Neben Geschichte und Nutzung wird Bernhard Padberg vom Freundeskreis Oelinghausen auch spannende Geschichten zu berichten wissen, denn das Verhältnis zwischen den Klosterangehörigen und den Klosterbauern, die bestimmte Nutzungsrechte in den Waldungen besaßen, war nicht immer ohne Spannungen und Konflikte. Auch Wilderei, Fisch- und Holzdiebstahl spielten über die Jahrhunderte eine nicht unerhebliche Rolle.

Die etwa 3stündige Exkursion, startet am Samstag, dem 6. September 2025 um 14 Uhr am Standort des früheren Oelinghauser Jagdschnadesteins an der Ecke Bremkestraße/Zur Domke am Hof Blome. Der Weg führt zunächst in den südlichen Klosterwald und am Bachlauf Domke entlang zum Kehlsiepen. Von dort geht es dann weiter  über die Bieber bis zum Brüggenstück im Lüerwald. Unterwegs gibt es an verschiedenen markanten Punkten geschichtliche Erläuterungen und natürlich auch interessante Geschichten. Am Brüggenstück, wo die Exkursion endet, werden abschließend auch Informationen zum heutigen Zustand des ehemaligen Klosterforstes (heute Teil des Lüerwaldes) einfließen. Eine Anmeldung zu der Veranstaltung, die im Rahmen des Klosterjubiläums stattfindet, ist nicht erforderlich.

Leitung: Bernhard Padberg (FKÖ)

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