Jahresprogramm Musica Sacra Oelinghausen 2026
Musica sacra Oelinghausen 2026
Renommierte Namen der internationalen Orgelszene sind an der historischen Orgel der Klosterkirche in Oelinghausen zu hören und in fünf Konzerten zu erleben. Im Rahmen der Konzertreihe „Musica sacra Oelinghausen“ konnten Interpreten aus Paris, Amsterdam, Basel, Speyer und sogar aus den USA gewonnen werden, die mit interessanten Programmen und unterschiedlichen Schwerpunkten die beeindruckende Klangpracht der historischen Klosterorgel zum Klingen bringen.
Deren ältester Pfeifenbestand ist vor 1600 datiert und gilt in seiner Vollständigkeit nicht nur deutschlandweit als außergewöhnliches Kulturerbe. Die Veranstalter, der Freundeskreis Oelinghausen mit Johannes Krutmann (Dekanatskirchenmusiker und Orgelsachverständiger) als Kurator der Konzertreihe freuen sich, der mit mehr als sechs Jahrzehnten älteste Orgelkonzertreihe in Westfalen neue Impulse zu verleihen und Künstlerpersönlichkeiten mit weltweitem Ansehen präsentieren zu können.
Als Auftakt der Reihe am Pfingstsonntag, den 24. Mai um 16 Uhr spielt Leo van Doeselaar aus Amsterdam. Er ist Titularorganist am berühmten Concertgebouw und war als Professor für künstlerisches Orgelspiel in Berlin tätig. Prof. van Doeselaar gilt als Spezialist für Alte Musik, dementsprechend wird sein Programm auch für Kenner einige Entdeckungen bereithalten. Neben Werken niederländischer Komponisten von 15. bis zum 17. Jahrhundert werden auch zwei zeitgenössische Werke erklingen, die für historische Orgeln konzipiert wurden und deren Charakteristika berücksichtigen. Den Abschluss bilden Werke von Dieterich Buxtehude und Johann Sebastian Bach. Eintrittskarten sind an der Abendkasse erhältlich.
In weiteren Konzerten am 30.5. um 19 Uhr ist mit Olivier Latry aus der Pariser Kathedrale Notre-Dame einer der berühmtesten Orgelvirtuosen der Welt zu Gast. Am 27.6. um 19 Uhr spielt der ehemalige Domorganist aus Speyer Markus Eichenlaub an der historischen Orgel, die er bereits von früheren Konzerten kennt und schätzt. Ein weitgereister Gast aus der Neuen Welt offeriert am 18. Juli um 19 Uhr Werke skandinavischer und baltischer Komponisten. Der aus New Jersey stammende James D. Hicks gilt als Spezialist dieser weithin noch unbekannten Musik, außerdem singt das Vokalconvent Soest unter der Leitung von Peter Felix Winking.
Den Abschluss bildet ein Konzert mit Orgel und Zinken am 5.9. um 19 Uhr – das Ensemble „Les Cornets noirs“ (die schwarzen Zinken) aus Basel mit Frithjof Smith und Gebhard David an den historischen Blasinstrumenten und Johannes Strobl an der Orgel haben sich im Kloster Muri in der Schweiz gegründet und gelten als klangvolle Spezialisten dieser ebenso seltenen wie faszinierenden instrumentalen Kombination.
Mit Ausnahme des Eröffnungskonzertes, das traditionell am Pfingstsonntag stattfindet, sind alle Termine jeweils samstags um 19 Uhr in der Klosterkirche St. Petri in Oelinghausen, Eintrittskarten sind jeweils an der Abendkasse erhältlich.