Zahlen und Kurven

Zahlen und Kurven

Genaues Hinsehen beim Schutz gegen Schimmelbildung ist angesagt

Seit gut 5 Jahren wird in der Klosterkirche ein detailliertes Klimaprofil aufgezeichnet. Dazu sind an verschiedenen Orten innerhalb und außerhalb des Gebäudes Datenlogger platziert, die alle 2 Stunden sowohl Temperatur wie auch die relative Luftfeuchtigkeit aufzeichnen. Damit sind es je Messstelle etwa 4.000 Messungen pro Jahr, die durchgeführt werden. Einmal im Sommer werden die Datenlogger ausgelesen und die 24.000 Messergebnisse ausgewertet.

Warum wird dieses so getan?
Die Klosterkirche ist anfällig für Schimmelbildung, insofern die klimatischen Bedingungen dafür günstig sind. Schimmel kann die Oberfläche der Ausstattung (Altar, Kunstgegenstände oder auch Orgel) schädigen. Generell ist Schimmel ein Problem in vielen Gebäuden und wird durch falsches Heizen und Lüften noch gefördert. Es ist daher anzustreben, die relative Luftfeuchtigkeit unter 70 % zu halten.

Für die Klosterkirche gelingt dieses immer besser, obwohl die klimatischen Außenbedingungen in den letzten Jahren zunehmend ungünstiger werden: wärmere Winter und schwülwarme Sommer jeweils mit hoher Luftfeuchte. Die Klimakurven für das erste Halbjahr 2017 machen dieses deutlich. Zu den Klimaaufzeichnungen wird jährlich an ausgewählten Messstellen der Grad der Staub- und Schimmelbildung ermittelt, um so Rückschlüsse für weitere Maßnahmen ziehen zu können.

In der präventiven Konservierung bei der Denkmalpflege gewinnt dieses "Beobachten" (Monitoring) immer mehr an Bedeutung. Weitere Details entnehmen Sie bitte dem Artikel aus der Schrift "Denkmalpflege in Westfalen-Lippe", Ausgabe 2018/1.

Zurück